Was sind HIV und AIDS?

HIV 

HIV ist die Abkürzung für das «Humane Immundefizienz- Virus» (Menschliches Immundefekt-Virus). HI-Viren sind Viren, die das menschliche Abwehrsystem angreifen. Im Normalfall verteidigen Abwehrzellen den Körper gegen Krankheitserreger - auch gegen Viren. HI-Viren zerstören aber genau jene Zellen (CD4 Zellen), die den Körper vor ihnen schützen sollten. Diese Abwehrzellen (CD4 Zellen) können dann ihre normale Aufgabe nicht mehr  ausreichend wahrnehmen.

AIDS

AIDS ist eine Spätfolge einer unbehandelten Infektion mit dem HI-Virus. HIV-positiv und an AIDS erkrankt sein ist nicht das Gleiche. Das Virus vermehrt sich über Jahre und schädigt das Immunsystem immer mehr, bis es versagt. Als Folge der Infektion mit HIV können lebensbedrohliche Krankheiten entstehen, zum Beispiel Lungenentzündungen oder Krebserkrankungen. Dieses Stadium nennt man erworbenes Immundefektsyndrom oder «Acquired Immunodeficiency Syndrom», kurz AIDS.

Mehr zum Thema HIV und AIDS auf:
www.xpertis.aids.ch

1. Wie viele Menschen mit HIV leben in der Schweiz?

Von den rund 37 Millionen Menschen weltweit, die HIV-positiv sind, leben etwa 17‘000 in der Schweiz. Bei 79 % davon handelt es sich um Männer. Das Spätstadium AIDS wurde bis 2015 bei 9‘800 Personen diagnostiziert und ca. 60% dieser Personen sind daran verstorben.

2. HIV-Übertragung

Häufige Übertragungswege des HI-Virus

Man unterscheidet bei den Übertragungswegen die sexuellen von den nicht-sexuellen Übertragungswegen.

  1. nicht-sterile Tätowierungs-, Piercing- oder Beschneidungsinstrumente
  2. Mutter-Kind-Übertragung
  3. Transfusion von HIV-infiziertem Blut
  4. HIV-belastete Spritzen und Nadeln beim Drogenkonsum
  5. Kontakt mit bestimmten Körperflüssigkeiten einer mit HIV-infizierten Person:
    - Blut
    - Samenflüssigkeit
    - präseminale Flüssigkeit
    - Rektalflüssigkeit (Flüssigkeit im Analbereich)
    - Vaginalflüssigkeit (Scheidenflüssigkeit)
    - Muttermilch
  6. ungeschützter eindringender Sex (anal und vaginal)
  7. ungeschützter Oralsex (mittels Sperma oder Menstruationsblut)

 

Weitere Verhaltensweisen und Gegebenheiten führen ebenfalls zu einem erhöhten Risiko sich mit HIV zu infizieren. Hierzu zählen:

  • Sex mit mehreren Partnern oder Partnerinnen
  • Vorliegen einer anderen sexuell übertragbaren Infektion (z. B. Syphilis, Chlamydien, Herpes)
  • versehentliche Exposition gegenüber infizierten Gegenständen (z. B. Nadelstichverletzungen bei medizinischen Fachkräften)
  • Sexarbeiter/-innen

 

Eine Übertragung des HI-Virus kann bei HIV-positiven Menschen aber mit Durchführung einer erfolgreichen Therapie (= regelmässige Einnahme der verordneten HIV-Medikation) verhindert werden, d.h. sie sind nicht mehr infektiös und eine Vermehrung der HI-Viren findet nicht mehr statt. Hierzu muss die Viruslast mindestens sechs Monaten unter der Nachweisgrenze liegen und regelmässige Kontrollen beim Arzt müssen stattfinden.

 

Welche diagnostischen Tests sind verfügbar?

a) Der HIV-Selbsttest

Diese Testmethode – auch HIV-Heimtest genannt - kann zu Hause von jedem selbst durchgeführt werden und ist seit 2018 in der Schweiz rezeptfrei erhältlich. Man benötigt ähnlich einer Blutzuckermessung einen Tropfen Blut. Dieser wird auf Antikörper gegen das HI-Virus getestet. Diese HIV Selbsttests erzielen ausschliesslich ein sicheres Ergebnis, wenn die Risikosituation mehr als drei Monate zurückliegt. Ist die Zeitspanne kürzer als drei Monate muss ein Labortest durchgeführt werden. Erhält man nach Durchführung eines HIV-Selbsttests ein positives Resultat, muss in jedem Fall ein Bestätigungstest in einem Testzentrum oder bei einem Arzt durchgeführt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass der gekaufte HIV-Selbsttest eine CE-Zertifizierung trägt. Mit der CE-Zertifizierung erklärt der Hersteller, dass sein Produkt zuverlässig und sicher in der Anwendung ist. HIV-Selbsttests mit der CE-Zertifizierung werden in Apotheken und Drogerien angeboten. Im Internet gibt es auch HIV-Selbsttests zu kaufen, hier ist jedoch Vorsicht geboten, da auch Fälschungen oder Tests angeboten werden, die nicht CE-zertifiziert sind. Die Aids-Hilfe Schweiz empfiehlt deshalb, einen Selbsttest in einer Apotheke oder Drogerie zu kaufen.

b) Der HIV-Schnelltest

Ein HIV-Schnelltest wird in Testzentren und bei einigen Ärzten/Ärztinnen angeboten. Er liefert ein schnelles und sicheres Ergebnis in ca. 20 Minuten. Er ist ein Kombinationstest der sowohl Antikörper gegen HIV als auch dessen Virenbestandteile im Blut der Testperson nachweisen kann. Der Vorteil hierbei ist, dass bei einem positiven Ergebnis direkt eine individuelle Beratung über die weitere Vorgehensweise stattfinden kann. Diese Testmethode liefert frühestens zwei Wochen nach der Risikosituation ein zuverlässiges positives Testergebnis. Bei einem negativen Ergebnis sollte der Test sechs Wochen nach der Risikosituation nochmals wiederholt werden, da sich bei einigen Betroffenen die Antikörper erst zu einem späteren Zeitpunkt entwickeln.



c) Der HIV-Labortest

Ein Labortest ist mit einem Schnelltest vergleichbar. Er liefert aufgrund der notwendigen Administration (Versand der Blutprobe und Rückversand des Testresultats) ein Testergebnis nach ca. drei Tagen.

Wann und warum sollte man sich testen lassen?

Generell wird empfohlen einen HIV-Test zu machen, wenn man sich als betroffene Person einer Risikosituation (siehe Punkt 3 HIV-Übertragung) ausgesetzt hat. Das Wichtigste ist jedoch zunächst das eigene Risiko einer HIV-Infektion abzuschätzen. Hierbei können Test- und Beratungsstellen weiterhelfen. An diesen Stellen kann innerhalb einer Beratung ein HIV-Test durchgeführt werden.

Wenn der Verdacht vorliegt in den letzten beiden Tagen ungeschützten Verkehr mit einer HIV-positiven Person gehabt zu haben, sollte umgehend ein Arzt bzw. ein Krankenhaus oder eine Notarztpraxis bzw. ein Schweizer „Checkpoint“ aufgesucht werden.

Ein Test hilft nicht nur dem direkt Betroffenen. Sollte bei diesem eine HIV-Infektion nachgewiesen werden ist es wichtig, dass er hierüber Kenntnis hat um nicht weitere Personen mit HIV zu infizieren, aber auch um sich selbst umgehend einer HIV-Therapie unterziehen zu können.

autotest VIH® - der HIV-Selbsttest von Mepha

Der autotest VIH® von Mepha ist ein HIV-Selbsttest bzw. HIV-Heimtest und ist rezeptfrei erhältlich. Mit dem autotest VIH® kann eine HIV-Infektion nachgewiesen werden, wenn der Risikokontakt mindestens drei Monate zurückliegt. Der Test ist einfach in der Durchführung sowie schnell und anonym.

Gebrauchsanweisung

  • Nur eine geringe Menge Blut von 2.5 μl (ein Tropfen von der Fingerspitze) wird benötigt.
  • Einfache Aufnahme der Blutprobe direkt in das Teströhrchen.

Der autotest VIH® ist ein Bluttest, der nur auf Blutserum und nicht auf andere Flüssigkeiten reagiert. Somit sind bei Falschanwendungen keine falsch negativen Testergebnisse möglich.

  • Das Teströhrchen mit 3 Klicks in die Pufferlösung drücken und der Test läuft.
  • Innerhalb einer Minute zeigt sich ein rosafarbener Fleck, damit hat der Test gestartet.
  • Nach 15 Minuten können Sie den Test ablesen.
  • Achtung: Test-Ablesung spätestens 20 Minuten nach dem Start.

Lesen Sie vor der Anwendung des Tests sorgfältig die Gebrauchsanweisung durch oder schauen Sie sich folgendes Anwendungsvideo an:

 

5:50 min

Wissen

Das Anwendungsvideo zum autotest VIH®

Copyright Mepha

Der autotest VIH®

Kann ein positives HIV* Testergebnis eine Chance sein?

Ja, denn:

1. Je früher HIV behandelt wird, umso besser die Prognosen eines Infizierten, eine normale Lebenserwartung bei guter Gesundheit zu erreichen.
2. Jeder Patient, der erfolgreich therapiert wird, ist praktisch nicht mehr infektiös.

 

Ist eine HIV Infektion in der Schweiz eine reelle Gefahr?

Ja, denn:

  • Gemäss neueren Schätzungen leben in der Schweiz rund 17'000 mit HIV infizierte Menschen.
  • 2018 gab es in der Schweiz 425 Neuansteckungen.

*HIV ist das Virus, das AIDS verursacht.

Wissen

Trickfilm Prävention HIV – autotest VIH® – der HIV-Selbsttest von Mepha_Teil1

Copyright Mepha

autotest VIH® für wen?

  • Ist für Personen bestimmt, die ihren HIV-Status wissen möchten.
  • Jeder, der Grund zur Annahme hat, einem Risiko einer HIV-Infektion ausgesetzt gewesen zu sein (z.B. nach ungeschütztem Vaginalsex
    oder Analsex oder direktem Blutkontakt), sollte sich testen lassen. Nur ein Test kann zeigen, ob man HIV-positiv ist.

 

 

Warum?

Der autotest VIH® soll Personen einen einfachen und anonymen Weg bieten, ihren HIV-Status nach einem möglichen Risikokontakt*, den sie vor mehr als 3 Monaten gehabt haben, zu kontrollieren.

Bei einem positiven Ergebnis muss sich diese Person an einen Arzt oder an die Schweizer AIDS-Hilfen wenden und sich nach einem bestätigenden Labortest behandeln lassen. Je früher HIV behandelt wird, umso besser die Prognosen eines Infizierten, eine normale Lebenserwartung bei guter Gesundheit zu erreichen.

*Risikokontakt: z.B. ungeschützter Geschlechtsverkehr, Versagen des Kondoms während des Geschlechtsverkehrs mit einem Partner, der HIV-positiv ist oder dessen HIV-Status unbekannt ist, oder gemeinsame Verwendung von Injektionsnadeln oder eine unbeabsichtigten Exposition (gerissenes Kondom, Kontakt mit Blut usw.)

Prävention HIV – autotest VIH® – der HIV-Selbsttest von Mepha_Teil2

Copyright Mepha

autotest VIH®

Einfach. Schnell. Anonym.

  • Der autotest VIH®"ist CE-zertifiziert.
  • Zuverlässige Erkennung einer HIV-Infektion, wenn der letzte
    Risikokontakt mindestens 3 Monate zurückliegt.
  • Gerine Blutmenge wird benötigt (nur ein Tropfen Blut von der
    Fingerspitze)
  • Einfache Handhabung
  • Anonyme Durchführung zu Hause
  • Kurze Durchführungsdauer
  • 5 Minuten Testvorbereitung
  • 15 Minuten Wartezeit bis zum Ergebnis

Sensitivität und Spezifität vom autotest VIH®:

In Studien wurde die Sensitivität mit 503 Menschen und die Spezifität mit 2’051 Menschen in den USA und der Europäischen Union untersucht. 

Die Sensitivität dieses Tests wurde berechnet und beträgt 100% mit einem Konfindenzintervall von 99.1% bis 100%. Alle HIV-positiven Personen in dieser Studie erhielten ein richtiges Ergebnis. Es gab keine falsch negativen Ergebnisse.*

Die Spezifität dieses Tests wurde berechnet und beträgt 99.8% mit einem Konfidenzintervall von 99.5% bis 100%. 0.2% der HIV-negativen Personen erhielten ein falsches Resultat, d.h.,0.2% der Ergebnisse waren falsch positiv.**

*Falsch negativ: Eine Probe, die fälschlicherweise als negativ eingestuft wird, obwohl sie positiv ist.
**Falsch positiv: Eine Probe, die fälschlicherweise als positiv eingestuft wird, obwohl sie negativ ist.

Lesen Sie vor der Anwendung des Tests sorgfältig die Gebrauchsanweisung durch oder schauen Sie sich das Anwendungsvideo (siehe oben) an.

Was kann ich machen, wenn mein Risikokontakt weniger als 48h zurückliegt?

  • Betroffene sollten sich unverzüglich an eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) Notfallstelle wenden. Dort kann man eine PEP erhalten.
  • Eine rechtzeitig eingeleitete PEP nach einem Risikokontakt oder einer HIV-Exposition kann eine HIV-Infektion verhindern.
  • Die PEP besteht aus einer Gabe von HIV-Medikamenten, die in der Regel während 4 Wochen eingenommen werden. Je früher eine PEP
    eingeleitet wird, umso besser sind die Erfolgschancen eine HIV-Infektion zu verhindern.
  • www.aids.ch/de/fragen/notfall/pep.php

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FAQ - Fragen und Antworten

Der autotest VIH® ist ein einfacher, schneller diagnostischer Test, der anonym zu Hause durchgeführt werden kann. Es ist ein visueller Ablesetest und liefert ein Ergebnis in weniger als 20 Minuten. Für den autotest VIH® wird eine geringe Blutmenge benötigt (ein Tropfen Blut aus der Fingerspitze). Selbstverständlich kann der autotest VIH® sowie weitere Schnelltests auch von medizinischen Fachpersonen angewendet werden. Ein negatives Testergebnis ist nicht eindeutig, wenn ein Risikokontakt weniger als 3 Monate zurück liegt. Im Falle von einem positiven Ergebnis muss das Resultat des Selbsttests durch einen Bestätigungstest im Labor kontrolliert werden.

Jeder, der Grund zur Annahme hat, einem Risiko auf eine HIV-Infektion ausgesetzt gewesen zu sein (z.B. nach ungeschütztem Vaginalsex oder
Analsex oder direktem Blutkontakt), sollte sich testen lassen. Nur ein Test kann zeigen, ob Sie HIV-positiv sind.

Wichtige Information:
Personen, die in den vergangenen 48 Stunden ein Infektionsrisiko hatten, sollten sofort in die Notaufnahme eines Krankenhauses gehen, um eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) bzw. Therapie zu erhalten. Nach einem Risikokontakt oder einer HIV-Exposition kann eine rechtzeitig eingeleitete PEP eine Infektion verhindern.

Die PEP besteht aus einer Gabe von HIV-Medikamenten, die in der Regel während 4 Wochen eingenommen werden. Je früher eine PEP eingeleitet wird, umso besser sind die Erfolgschancen eine HIV-Infektion zu verhindern. Betroffene sollten sich unverzüglich an eine PEP Notfallstelle wenden: https://www.aids.ch/de/fragen/notfall/pep.php

Liegt der Risikokontakt oder die HIV-Exposition mehr als 48 Stunden zurück, ist es für eine PEP zu spät.

Verpackung:
autotest VIH® zur einmaligen Anwendung

Inhalt des autotest VIH®:
Gebrauchsanweisung, Teströhrchen, Verdünnungslösung, Sicherheitslanzette, Pflaster, Trocknungsmittel, Testständer, Alkoholtupfer, steriler Tupfer.

Lagerung:
In der Originalverpackung kühl und trocken zwischen +8 und +30°C lagern. Vor Sonnenlicht schützen.

Probentyp:
2.5 Mikroliter kapillares Blut (ein Tropfen von der Fingerspitze)

Sensitivität:
Die Sensitivität dieses Tests wurde berechnet und beträgt 100% mit einem Konfidenzintervall von 99.1% bis 100%. Alle HIV-positiven Personen in dieser Studie erhielten ein richtiges Ergebnis. Es gab keine falsch negativen Ergebnisse.* 

*Falsch negativ: Eine Probe, die fälschlicherweise als negativ eingestuft wird, obwohl sie positiv ist.

 

Spezifität:
Die Spezifität dieses Tests wurde berechnet und beträgt 99.8% mit einem Konfidenzintervall von 99.5% bis 100%. 0.2% der HIV-negativen Personen erhielten ein falsches Resultat, d. h., 0.2% der Ergebnisse waren falsch positiv.*

*Falsch positiv: Eine Probe, die den Zielmarker nicht enthält und durch den Test fälschlicherweise als positiv eingestuft wird.

Der autotest VIH® ist ein zuverlässiger Test, aber Ihr Ergebnis ist nur dann sicher negativ, wenn Sie sich nicht in der «diagnostischen Lücke» (Serokonversion*) befinden. Falls Sie sich darüber nicht sicher sind, wenden Sie sich bitte an einen Berater oder einen Arzt.
* Serokonversion bezieht sich auf die Zeitspanne, die HIV-Antikörper brauchen, um sich in nachweisbarer Menge zu entwickeln.

Zu falsch positiven Ergebnissen (0.2% in Studien zur Testspezifität) oder falsch negativen Ergebnissen kann es unter folgenden Umständen kommen: Risikokontakt mit HIV-infizierten Personen in den 3 Monaten vor der Anwendung des Tests (diagnostische Lücke), fortgeschrittene Immunschwäche oder Infektion mit seltener HIV-Variante. Durchführung bei HIV-positiven Personen, die eine antiretrovirale Behandlung erhalten.

Sollte Ihr Risikokontakt, also eine mögliche Infektion mehr als 48 Stunden, aber weniger als 3 Monate zurück liegen, dann wenden Sie sich bitte an einen Arzt zwecks eines Labortests, der eine Infektion in diesem Zeitraum sicher erfassen kann. Der autotest VIH® kann eine HIV-Infektion erst nach 3 Monaten nachweisen.

Die diagnostische Lücke für den autotest VIH® Test (Zeit bis zur Entwicklung nachweisbarer HIV-Antikörper) kann bis zu drei Monate betragen. Ein negatives Testergebnis ist nicht eindeutig, wenn ein Risikokontakt weniger als 3 Monate zurück liegt.

Ja, der autotest VIH® kann sowohl HIV-1- als auch HIV-2-Antikörper im Blut erfassen.

Der autotest VIH® ist ein diagnostischer In-vitro-Test mit CE-Zertifizierung. Das Produkt ist ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke erhältlich.

Zurzeit werden die Kosten für den autotest VIH® nicht von den Krankenkassen übernommen und Personen, die den Test verwenden, müssen ihn selbst bezahlen.

Eine HIV-Infektion nach einem Risikokontakt* innerhalb der vergangenen 3 Monate wird durch den autotest VIH® nicht erfasst. In solchen Fällen ist ein falsch negatives Ergebnis möglich und es wird nachdrücklich empfohlen, sich bei der AIDS-Hilfe oder bei einem Arzt zu melden, um sich mit einem Labortest (Elisa-Test der 4. Generation) testen zu lassen.

*Risikokontakt: z.B. ungeschützter Geschlechtsverkehr, Versagen des Kondoms während des Geschlechtsverkehrs mit einem Partner, der HIV-positiv ist oder dessen HIV-Status unbekannt ist oder gemeinsame Verwendung von Injektionsnadeln oder eine unbeabsichtigten Exposition (gerissenes Kondom, Kontakt mit Blut usw.)

Nach der 3-monatigen diagnostischen Lücke wird der autotest VIH® für die Erfassung einer HIV-Infektion als zuverlässig betrachtet.

Personen, die in den vergangenen 48 Stunden ein Infektionsrisiko hatten, sollten sofort in die Notaufnahme eines Krankenhauses gehen, um eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) bzw. Therapie zu erhalten. Nach einem Risikokontakt oder einer HIV-Exposition kann eine rechtzeitig eingeleitete Postexpositionsprophylaxe (PEP) eine Infektion verhindern. Die PEP besteht aus einer Gabe von HIV-Medikamenten, die in der Regel während 4 Wochen eingenommen werden. Je früher eine PEP eingeleitet wird, umso besser sind die Erfolgschancen eine HIV-Infektion zu verhindern. Betroffene sollten sich unverzüglich an eine PEP Notfallstelle wenden: https://www.aids.ch/de/fragen/notfall/pep.php.

Liegt der Risikokontakt oder die HIV-Exposition mehr als 48 Stunden zurück, ist es für eine PEP zu spät.

Für ein zuverlässiges Ergebnis müssen alle Anweisungen der Gebrauchsanweisung genau eingehalten werden.

Die Anwendung des autotest VIH® Tests darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Personen, die den Test verwenden, müssen umfassend informiert sein. Der autotest VIH® darf nur durch eine Person verwendet werden, die sich freiwillig und unabhängig dazu entscheidet. Beachten Sie, dass niemand dazu gezwungen werden darf, einen autotest VIH® zu verwenden. Alle medizinischen Tests erfordern die freiwillige und informierte Einwilligung der getesteten Person.

Bevor Sie einen autotest VIH® Test machen, ist es wichtig, dass Sie darüber nachdenken, was Sie tun werden, wenn Sie das Ergebnis erhalten; ob positiv oder negativ. Die Verwendung des autotest VIH® unterscheidet sich deutlich von einem Test durch medizinisches Fachpersonal, das Beratung und Unterstützung bieten kann und den Zugang zu einem Bestätigungstest im Labor ermöglicht.

Information und Beratung erhalten Sie bei der AIDS-Hilfe Schweiz unter www.aids.ch/selftest oder per Telefon unter der Nummer: 0800 392 286.

Der autotest VIH® Test muss unmittelbar nach dem Öffnen des Folienbeutels verwendet werden. Der Test muss im Original-Folienbeutel und in der Originalverpackung unter den auf der Verpackung und in der Gebrauchsanweisung erwähnten Lagerbedingungen aufbewahrt werden.

Sie dürfen keinen HIV-Selbsttest verwenden, dessen Verfalldatum abgelaufen ist. Die Leistung des autotest VIH® ist nur bis zum Verfalldatum auf der Verpackung gesichert. Eine falsche Lagerung oder ein Überschreiten des Verfallsdatums können falsche Testergebnisse verursachen.

Der autotest VIH® muss unter den auf der Verpackung angegebenen Bedingungen gelagert und verwendet werden. Öffnen Sie den Folienbeutel erst unmittelbar bevor Sie den Test durchführen.

Während der Zeit, die der Test zur Entwicklung braucht, muss eine farbige Linie erscheinen (die «Kontrolllinie»). Wenn die Kontrolllinie nicht erscheint, bedeutet das, dass der Test falsch verwendet wurde oder nicht funktioniert hat und das Ergebnis nicht schlüssig ist. Sie können einen weiteren HIV-Selbsttest durchführen, oder wenden Sie sich an eine AIDS-Hilfe oder Arzt zwecks eines Tests durch eine Fachperson.

Es ist wichtig, das Testergebnis innerhalb der in der Gebrauchsanweisung angegebenen Zeitspanne abzulesen (zwingend zwischen 15 und 20 Minuten). Ein Ergebnis kann falsch sein, wenn es vor oder nach dieser Zeitspanne abgelesen wird.

Wenn Sie Schwierigkeiten bei der Anwendung des autotest VIH® haben, nachdem Sie die Gebrauchsanweisung gelesen haben, wenden Sie sich an die AIDS-Hilfe Schweiz unter www.aids.ch/selftest oder per Telefon unter der Nummer: 0800 392 286.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie den autotest VIH® richtig verwendet haben, sollten Sie den Test mit einem neuen autotest VIH® wiederholen oder sich in einem Testzentrum mit einem Labortest (Elisa-Test der 4. Generation) testen lassen.

Bis auf ein Gerät zum Ablesen der Zeit (Uhr oder Timer) ist alles in der Verpackung des autotest VIH® vorhanden. Vor der Anwendung des autotest VIH® sollten Sie dafür sorgen, eine Zeitanzeige in Reichweite zu haben, um die Entwicklungszeit des Tests im Auge behalten zu können.

Nein, der autotest VIH® Test ist nur zur einmaligen Verwendung durch eine einzige Person bestimmt. Ein und derselbe Test kann nicht mehrmals bzw. durch mehr als eine Person verwendet werden. Der gesamte Inhalt des autotest VIH® ist nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen.

Gebrauchte Sicherheitslanzetten können durch die Gesundheitsbehörden in Ihrer Region als medizinischer Abfall klassifiziert sein. Zur Senkung des Verletzungsrisikos durch eine gebrauchte Lanzette, befolgen Sie bitte die örtlichen Hinweise zur sicheren Entsorgung. Wenden Sie sich an Ihren Apotheker.

Wenn keine Linie erscheint oder die Kontrolllinie fehlt, sollten Sie entweder einen neuen autotest VIH® durchführen oder sich beim Arzt oder der AIDS-Hilfe melden, um einen Labortest (Elisa-Test der 4. Generation) durchführen zu lassen.

Das autotest VIH® Testergebnis ist positiv, wenn nach 15 Minuten zwei rosafarbene oder rote Linien (eine Kontrolllinie und eine Testlinie) erscheinen.

Angesichts der Zuverlässigkeitsgrenzen des autotest VIH® bedeutet ein positives Ergebnis nicht unbedingt, dass eine Person HIV-infiziert ist.

Alle positiven autotest VIH® Testergebnisse müssen zwingend durch einen bestätigenden Labortest (Elisa-Test der 4. Generation) in einem Labor kontrolliert werden. Schützen Sie sich selbst und andere. Vermeiden Sie alle Aktivitäten, durch die das HIV-Virus auf andere Personen übertragen werden könnte, bis Sie das Ergebnis Ihres Bestätigungstests erhalten haben.

Wenn das Ergebnis Ihres Selbsttests positiv ist, wenden Sie sich unbedingt an Ihren Arzt oder die AIDS-Hilfe unter www.aids.ch/selftest oder per Telefon unter der Nummer: 0800 392 286.

Bei einer bestätigten HIV-Infektion ist es sehr wichtig, mit der Behandlung so schnell wie möglich zu beginnen.

Das autotest VIH® Testergebnis ist negativ, wenn nach 15 Minuten nur eine rosafarbene oder rote Linie (die Kontrolllinie) erscheint.

Wenn das Ergebnis negativ ist und Sie innerhalb der vergangenen drei Monate keine Risikokontakte oder kein unbeabsichtigtes Expositionsrisiko hatten, bedeutet das, dass Sie nicht infiziert sind. Es ist nicht notwendig, einen Bestätigungstest in einem Labor zu machen, sofern Sie bei der Durchführung des Tests keinen Fehler gemacht haben.
Wenn das Ergebnis negativ ist, Sie jedoch in den vergangenen 3 Monaten einen Risikokontakt hatten, kann das Ergebnis wegen der diagnostischen Lücke nicht als zuverlässig betrachtet werden. Es wird empfohlen, sich in bei einem Arzt oder bei der AIDS-Hilfe zu melden, um sich in einem Labor mit einem Labortest (Elisa-Test der 4. Generation) testen zu lassen.

Wenn Sie ein negatives Testergebnis erhalten, bedeutet das nicht, dass ihr(e) Geschlechtspartner nicht mit HIV infiziert sind.

Bei Fragen zu einem negativen HIV-Selbsttest oder wenn Sie Hilfe brauchen, dann wenden Sie sich an die AIDS-Hilfe Schweiz unter www.aids.ch/selftest oder per Telefon unter der Nummer: 0800 392 286.

Die AIDS-Hilfe Schweiz kann Informationen zu HIV und zur Anwendung und Interpretation des autotest VIH® bieten. Wenden Sie sich an die AIDS-Hilfe Schweiz unter www.aids.ch/selftest oder per Telefon unter der Nummer: 0800 392 286 oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder
Apotheker.

Wenden Sie sich an die AIDS-Hilfe Schweiz unter www.aids.ch/selftest oder per Telefon unter der Nummer: 0800 392 286.

Nein, der autotest VIH® kann nur zum Test auf eine HIV-Infektion verwendet werden. Er kann nicht zum Test auf andere sexuell übertragene Infektionen wie Herpes, Syphilis, Chlamydien, Gonorrhö oder virale Hepatitis verwendet werden.

Einen HIV-Test macht man, wenn es einen Risikokontakt* gab. Bei Risikokontakten können Sie sich auch mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten infizieren. Die Durchführung des autotest VIH® weist nur HIV nach, aber andere Infektionen lassen sich damit nicht nachweisen. Auf andere Infektionen können Sie sich bei AIDS-Hilfe oder beim Arzt testen lassen.

*Risikokontakt: z.B. ungeschützter Geschlechtsverkehr, Versagen des Kondoms während des Geschlechtsverkehrs mit einem Partner, der HIV-positiv ist oder dessen HIV-Status unbekannt ist, oder gemeinsame Verwendung von Injektionsnadeln oder eine unbeabsichtigten Exposition (gerissenes Kondom, Kontakt mit Blut usw.).

Nein, ein negatives autotest VIH® Ergebnis bedeutet nicht, dass Kondome nicht mehr notwendig sind.

Wenn sich ein Paar testen lässt, um herauszufinden, ob es die Kondome beruhigt weglassen kann, ist ein negatives autotest VIH® Ergebnis nicht genug. Es wird ebenfalls empfohlen, sich über Empfängnisverhütung beraten und sich auf andere sexuell übertragbare Krankheiten testen zu lassen.

Beide Partner müssen sich auf HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten testen lassen. Es genügt nicht, nur das Ergebnis eines Partners zu haben, um die Übertragung von HIV oder einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit in der Beziehung zu vermeiden.

Wegen der diagnostischen Lücke bedeutet ein negatives Ergebnis nicht, dass eine Person nicht infiziert ist, sondern eher, dass diese Person vor 3 Monaten nicht infiziert war. Wenn eine Infektion vor weniger als 3 Monaten eintrat, kann das autotest VIH® Ergebnis negativ sein. Eine HIVÜbertragung ist dann ein reelles Risiko.

Ungeschützter Geschlechtsverkehr ist für die Übertragung anderer sexuell übertragbare Krankheiten riskant. Das Risiko auf die HIVÜbertragung ist auch erhöht, wenn ein Geschlechtspartner mit einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit infiziert ist. Sexuell übertragbare Krankheiten verursachen oft keine Symptome.

Ein autotest VIH® Ergebnis kann für HIV-infizierte Personen, die eine antiretrovirale Behandlung erhalten, falsch negativ sein.
Es sind keine Auswirkungen von anderen Arzneimitteln auf das autotest VIH® Ergebnis bekannt.

Mit dem autotest VIH® kann man die Wirkung der Behandlung nicht kontrollieren, daher sollten Personen, die eine HIV-Behandlung bekommen, keinen autotest VIH® durchführen.

Der autotest VIH® ist ein Bluttest, der mit einer Sicherheitslanzette ausgeführt wird, die sich nach dem Einstich automatisch zurückzieht. Wenn die Basisregeln für gute Hygiene und die Gebrauchsanweisung befolgt werden, gibt es praktisch kein Risiko für eine Infektion.

Ein minimes Risiko für eine Infektion liegt vor, wenn die Person, die den Selbsttest verwendet, HIV-positiv ist, und eine andere Person einen direkten Wundkontakt mit dem Test hat.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

  • Der autotest VIH® ist ausschliesslich zur persönlichen Verwendung bestimmt und darf unter keinen Umständen für eine andere Diagnose oder zu einem anderen Zweck verwendet werden.
  • Der autotest VIH® darf nur mit einer frischen Probe von kapillarem Blut verwendet werden, die nach den Anweisungen der Packungsbeilage gewonnen wurde. Nicht verwenden für Serum- oder Plasmaproben.
  • Den autotest VIH® in der Originalverpackung kühl und trocken zwischen 8°C und 30°C lagern. Vor Sonnenlicht schützen.
  • Der autotest VIH® ist nur zu einmaligen Anwendung bestimmt. Nicht wiederverwenden.
  • Folienbeutel mit den Utensilien zur Durchführung des Tests erst öffnen, wenn Sie zur Durchführung des Tests bereit sind.
  • Der autotest VIH® ist nicht zur Anwendung im Kontext einer therapeutischen Überwachung bei Patienten bestimmt, die eine antiretrovirale Therapie erhalten.
  • Personen, die den autotest VIH® verwenden, sollten mit Ihrem Arzt sprechen, bevor sie medizinische Entscheidungen treffen, ungeachtet dessen, ob das Testergebnis negativ oder positiv ist.
  • Zu falsch positiven Ergebnissen (0.2% in Studien zur Testspezifität) oder falsch negativen Ergebnissen kann es unter folgenden Umständen kommen: Risikokontakt mit HIV-infizierten Personen in den 3 Monaten vor der Anwendung des Tests (diagnostische Lücke), fortgeschrittene Immunschwäche oder Infektion mit seltener HIV-Variante. Durchführung bei HIV-positiven Personen, die eine antitretrovirale Behandlung erhalten.
  • Eine falsche Lagerung oder ein Überschreiten des Verfallsdatum können falsche Testergebnisse verursachen.
  • Sie dürfen den autotest VIH® nicht verwenden, wenn die Verpackung oder der Folienbeutel geöffnet oder beschädigt ist.
  • Sie dürfen den autotest VIH® nicht verwenden, wenn das auf der Packung angegebene Verfallsdatum überschritten ist.
  • Wenn Sie Probleme mit dem Verständnis der Packungsbeilage oder der Gebrauchsanweisung haben, wenden Sie sich bitte sofort an die AIDS-Hilfe Schweiz unter www.aids.ch/selftest oder per Telefon unter der Nummer: 0800 392 286.
  • Bei wiederholten undeutlichen Tests wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
  • Bewahren Sie diesen Selbsttest und seine Bestandteile unzugänglich für Kinder auf, da die Bestandteile des autotest VIH® bei Verschlucken schädlich sein und Reizungen verursachen können.
  • Der autotest VIH® ist eine zusätzliche Form der HIV-Testung, die als Ergänzung zu anderen bestehenden Möglichkeiten verwendet werden kann. Der autotest VIH®kann nur eine HIV-Infektion erfassen und kann nicht als Test auf andere sexuell übertragbare Infektionen verwendet werden.
  • Die Herstellerfirma weist ausdrücklich jede Haftung zurück für die Verwendung oder den Vertrieb des autotest VIH® oder seiner Bestandteile, sowie für die Folgen von Ungenauigkeiten oder Fehlern direkter, indirekter, versehentlicher oder anderer Art, die sich aus der Verwendung des autotest VIH® ergeben, wenn die in der geltenden Gebrauchsanweisung angegebenen Anweisungen und Grenzen nicht eingehalten werden.

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Unser Ratgeber als Download

Ratgeber autotest VIH®

Artikelnummer 318480
Menge
CHF 0.00

Referenzen zu den Texten sind auf Anfrage erhältlich.