Was ist eine Allergie?

Eine Allergie ist eine überschiessende Abwehrreaktion des Immunsystems gegen meist harmlose Stoffe wie Pollen, Tierhaare, Nahrungsmittel und weitere.

Es gibt verschiedene Arten von Allergien mit unterschiedlichen Symptomen. Für Allergiker werden nicht nur die Jahreszeiten Frühling und Sommer zur Qual, sondern gewisse Allergien können zu jeder Jahreszeit oder auch ganzjährig auftreten.

Es gibt verschiedene Medikamente und Wirkstoffe, welche bei Allergien eingesetzt werden können.

Lesen Sie weiter um zu verstehen, welche Symptome zu welcher Allergie gehören und welche Medikamente bei Allergien eingesetzt werden können.

Wie kommt es zu einer Allergie?

Kommt der Körper zum ersten Mal mit einem allergieauslösenden Stoff (Allergen) in Kontakt, registriert er diesen als Fremdkörper und bildet Abwehrstoffe (Antikörper) dagegen. Bei diesem ersten Kontakt kommt es noch nicht zu einer allergischen Reaktion, der Körper bereitet sich zunächst nur auf den Fremdkörper vor. Sobald es zu einem zweiten Kontakt mit dem Fremdkörper kommt, reagieren die bereits gebildeten Antikörper mit dem Stoff. Der Botenstoff Histamin wird freigesetzt, der dann die allergischen Symptome auslöst. Eine Allergie ist also eine Reaktion des Immunsystems.

Wie kann man die Symptome einer Allergie behandeln?

Die allergischen Symptome können mit unterschiedlichen Medikamenten behandelt werden, wobei verschiedene Wirkstoffgruppen zum Einsatz kommen:

Antihistaminika: blockieren schnell die Histaminwirkung, helfen gegen Juckreiz, Hautausschlag, Schwellungen, Niesattacken und Nasenlaufen.
Glukokortikoide: wirken entzündungshemmend und effektiv, können bei langer Anwendung und hoher Dosis zu Nebenwirkungen führen.
Mastzellstabilisatoren: behindern die Histaminausschüttung. Die Wirkung tritt erst nach einigen Tagen auf.
Leukotrienantagonisten:          verhindern einen Anfall bei chronischem Bronchialasthma und allergischem Schnupfen.

 

Lassen Sie sich durch eine medizinische oder pharmazeutische Fachperson beraten, welches Medikament für Sie geeignet ist.

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Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage. 

Eigenschaften der rezeptfreien Antiallergika von Mepha

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Allergie Symptome

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Hier sehen Sie, wo mögliche Allergie Symptome auftreten können:

  • Nase: Niesen, Kribbelgefühl, laufende Nase, verstopfte Nase
  • Auge: Juckreiz, Tränenfluss, Rötung, Blendgefühl, Lichtempfindlichkeit, geschwollene Augen
  • Mund: Juckreiz, Schwellungen von Lippen und Zunge
  • Hals: Juckreiz, Kratzen im Hals, Schluckbeschwerden, Schwellung, Reizhusten / trockener Husten
  • Ohren: Juckreiz
  • Lunge: Husten, allergisches Asthma, Atemnot
  • Haut: Juckreiz, Rötung, Quaddeln, Schuppen, Ekzeme, Hautausschläge, Nesselfieber
  • Verdauungstrakt: Magen-Darm-Beschwerden, Verstopfung, Durchfall, Erbrechen, Blähungen

Folgende Allergien gibt es: 

Eine Pollenallergie wird durch den Kontakt mit bestimmten Eiweissverbindungen in Pollen verursacht, sobald diese mit den Schleimhäuten in Berührung kommen. Dabei können folgende Symptome des Heuschnupfens auftreten:

 

  • Schnupfensymptome wie eine juckende, laufende oder verstopfte Nase
  • Ständiger Niesreiz und eine geschwollene Nasenschleimhaut
  • Gerötete, juckende, tränende und brennende Augen
  • Geschwollene und verklebte Augenlider
  • Juckreiz im Gaumen und Rachen
  • Schluckbeschwerden
  • Reizhusten / trockener Husten

Ein Arzt sollte dringend aufgesucht werden, wenn zusätzlich Atembeschwerden auftreten.

Pollenallergie Ursachen:

Bei einer Pollenallergie reagiert der Körper auf bestimmte Eiweisse der Pollen von Bäumen, Sträuchern und Gräsern, die durch die Luft in Kontakt mit den Schleimhäuten der Nase, Mund oder Ohren gelangen. Die Eiweisse werden vom Körper als Eindringlinge registriert, weshalb es zu einer allergischen Reaktion kommt. Da die Pollenbelastung im Frühling und Sommer sehr stark ist, tritt Heuschnupfen meistens in diesen Jahreszeiten auf. Je nachdem auf welche Pollen man eine Allergie entwickelt, kann diese auch im Herbst auftreten.

Der Pollenflugkalender zeigt die Pollenbelastung in den einzelnen Monaten:

Ausserdem ist die Pollenbelastung in der Stadt am Abend am stärksten, auf dem Land frühmorgens. Bei Regen ist die Pollenbelastung am geringsten.

Pollenallergien treten vor allem bei Kindern und Jugendlichen auf. Nur selten sind Vorschulkinder (unter drei Jahren) davon betroffen. Es kann sein, dass die Pollenallergie auch erst im Erwachsenenalter auftritt. Bei einem Teil der Patienten heilt sie im Verlauf des Lebens wieder ab.

Pollenallergie Behandlung:
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Weitere Tipps für den Alltag
  • Pollenschutzgitter montieren
  • Bettwäsche häufig wechseln
  • Pollenbelastete Kleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen
  • Abends Haare waschen
  • Wäsche nicht draussen trocknen lassen
  • Brille tragen
  • Zu den Pollen-armen Zeiten Sport treiben

Bei der Nesselsucht, auch Nesselfieber genannt, handelt es sich um eine Hauterkrankung die durch unterschiedliche Auslöser entstehen kann. Dabei lösen verschiedene Allergien auf der Haut Reaktionen aus. Typische Symptome dafür sind:

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  • Juckende Quaddeln auf der Haut, oft mit Flüssigkeit
  • Juckreiz
  • Rötungen
  • Hautausschläge
  • Schwellungen auf der Haut

Ein Arzt sollte dringend aufgesucht werden, wenn plötzliche Atemnot auftritt.

Nesselfieber / Nesselsucht Ursachen:

Die Nesselsucht ist eine Hauterkrankung, welche durch verschiedene Auslöser verursacht werden kann. Als Auslöser kommen Unverträglichkeiten, akute oder chronische Infektionen, äussere Reize wie Kälte, Hitze oder Druck sowie Autoimmunreaktionen in Frage. Die Nesselsucht kann auch als Symptom einer Allergie auftreten, beispielsweiser einer Pollen-, Lebensmittel oder Medikamentenallergie. Die Ermittlung der Ursache gestaltet sich oft schwierig und sollte durch eine medizinische Fachperson erfolgen.

Werden bestimmte Zellen des Immunsystems (Mastzellen) gereizt, schütten diese unter anderem den Botenstoff Histamin aus. Histamin löst eine Entzündung aus und verursacht einen juckenden, geröteten Hautausschlag. Die Reaktionen auf der Haut sind nicht ansteckend.
Es wird unter anderem zwischen akuter und chronischer Nesselsucht unterschieden. Wenn die Symptome weniger als 6 Wochen andauern, spricht man von akuter Nesselsucht. Dauern sie länger als 6 Wochen an, wird die Nesselsucht chronisch.

Nesselfieber/ Nesselsucht Behandlung:
Weitere Tipps für den Alltag:
  •  Vermeiden der Auslöser
  •  Entzündete Stelle kühlen
  •  Druck auf den betroffenen Stellen meiden

Eine allergische Bindehautentzündung entsteht, sobald die Augenschleimhaut mit einem Allergen in Kontakt kommt. Sie tritt auch als Folge einer Pollenallergie, Hausstaubmilbenallergie, Tierhaarallergie oder weiteren Allergien auf. Symptome einer allergischen Bindehautentzündung sind beispielsweise:

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  • Juckende, gerötete und entzündete Augen
  • Verstärkter Tränenfluss
  • Fremdkörpergefühl im Auge
  • Geschwollene Augenlidern
Allergische Bindehautentzündung Ursachen:

Kommt die Augenschleimhaut mit einem Allergen in Kontakt, wird eine Überempfindlichkeitsreaktion ausgelöst.
Oft tritt die allergische Bindehautentzündung bei Heuschnupfen auf, wobei dann von einer saisonalen allergischen Bindehautentzündung die Rede ist. Allerdings kann die allergische Bindehautentzündung auch ganzjährig durch Hausstaubmilben, Tierhaare, Kosmetika und weitere Allergene auftreten.

Allergische Bindehautentzündung Behandlung:
Weitere Tipps für den Alltag:
  • Augen nicht reiben
  • Brille schützt vor Pollen
  • Zugluft, Rauch oder Staub vermeiden
  • Auf geschlossene Augenlider gekochte, abgekühlte oder lauwarme Schwarzteebeutel auflegen
  • Spezifische Augentropfen aus der Apotheke oder Drogerie


Wenn Sehstörungen oder Schmerzen auftreten sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Allergischer Schnupfen entsteht, sobald die Nasenschleimhaut mit einem Allergen aus der Luft in Kontakt kommt und dort eine Entzündung entsteht. Allergischer Schnupfen tritt als Folge einer Pollenallergie, Hausstaubmilbenallergie, Tierhaarallergie und weiteren Allergien auf. Typische Symptome von allergischem Schnupfen sind:

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  • Geschwollenen Nasenschleimhaut
  • Laufende und juckende Nase
  • Schnupfen
  • Niesreiz
  • Juckende und tränende Augen
  • Juckreiz im Gaumen
  • Kopfschmerzen
  • Abgeschlagenheit
Allergischer Schnupfen Ursachen:

Allergischer Schnupfen entsteht durch eine Überreaktion des Immunsystems auf ein bestimmtes Allergene. Solche Allergene sind häufig Pollen, Hausstaubmilben, Tierschuppen oder Schimmelpilzsporen.
Allergischer Schnupfen kann entweder saisonal oder auch das ganze Jahr hinüber auftreten. Der saisonale allergische Schnupfen wird häufig durch Pollen verursacht und tritt deshalb nur dann auf, wenn diese in der Luft sind. Besteht der allergische Schnupfen unabhängig der Jahreszeiten (persistierende Form genannt), sind oft Hausstaubmilben, Tierallergene oder Schimmelpilzsporen die Ursache.

Allergischer Schnupfen Behandlung:
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Weitere Tipps für den Alltag:
  • Nase mit Meersalzwasser spülen
  • Kontakt mit auslösenden Allergenen reduzieren

Eine Hausstaubmilbenallergie entsteht, wenn der eiweisshaltige Kot von Milben mit den Schleimhäuten in Kontakt kommt. Folgende Symptome können dabei entstehen:

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  • Ekzeme und Ausschläge auf der Haut
  • Juckende, laufende oder verstopfte Nase
  • Chronischer Schnupfen
  • Niesreiz
  • Juckende, gerötete, tränende und brennende Augen
Hausstaubmilbenallergie Ursachen:

Die Hausstaubmilbenallergie wird nicht durch gewöhnlichen Hausstaub oder durch die Milben selbst ausgelöst, sondern durch den eiweisshaltigen Kot dieser winzigen Spinnentierchen. Gelangen die Kotbällchen in die Atemwege, können sie Allergien auslösen. Bei der Hausstaubmilbenallergie handelt es sich um eine Allergie, die während des ganzen Jahres auftritt. Die Milben ernähren sich von menschlichen und tierischen Hautschuppen. Am wohlsten fühlen sich die Milben in Matratzen, Bettzeug, in Teppichen, Stoffsofas aber auch in Plüschtierchen. Ausserdem lieben sie ein feuchtes und warmes Klima.


Weitere Tipps für den Alltag:
  • Matratzen und Bettzeug mit milbendichten Bezügen überziehen
  • Kissen, Decken und Bettzeug wöchentlich bei mindestens 60 Grad waschen (ab dieser Temperatur werden Milben abgetötet)
  • Oft lüften und Schlafzimmer kühl halten (max. 18 Grad)
  • Luftfeuchtigkeit unter 50% halten, auf Luftbefeuchter verzichten
  • Böden feucht aufnehmen und feucht Staubwischen
  • Kommoden statt offene Regale anschaffen
  • Möglichst auf Staubfänger wie Teppiche, Vorhänge, Kissen, getrocknete Blumen und Plüschtiere verzichten

Eine Kontaktallergie entsteht durch eine Überreaktion der Haut auf bestimmte Stoffe. Die Symptome einer Kontaktallergie treten in der Regel lokal beschränkt dort auf. Folgende Symptome können auftreten:

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  • Ekzeme
  • Lokale Rötung und Juckreiz der Haut
  • Schwellungen und Bläschen
Kontaktallergie Ursachen:

Bei einer Kontaktallergie reagiert die Haut auf verschiedene Stoffe wie zum Beispiel Duft- und Aromastoffe in Kosmetika und Pflegeprodukten, Nickel, Haarfärbemittel, Reinigungsmittel, diverse Konservierungsmittel und vieles mehr. Im Gegensatz zu den meisten anderen Allergien, treten bei einer Kontaktallergie die Symptome in der Regel lokal beschränkt auf, an der Stelle an welcher die Haut mit der allergieauslösenden Substanz in Kontakt kam.

Tipps für den Alltag:
  • Beim unvermeidbaren Umgang mit Allergieauslösern immer Handschuhe tragen
  • Kosmetika und parfümierte Körperpflegemittel sparsam verwenden
  • Allergietest durchführen und Allergiepass ausstellen lassen

 

Bei einer Nahrungsmittelallergie (umgangssprachlich Lebensmittelallergie) reagiert das Immunsystem auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch. Typische Symptome sind:

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  • Juckreiz an den Lippen, am Gaumen oder im Rachen
  • Anschwellen von Lippen, Zunge, Wangen und Rachenschleimhaut
  • Schluckbeschwerden
  • Magen- oder Bauchkrämpfe
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Ekzeme oder juckende Ausschläge auf der Haut

Ein Arzt sollte dringend aufgesucht werden, wenn nach der Einnahme eines Nahrungsmittels Symptome wie Herzrasen, Schwindel- und Schwächegefühl, Verwirrung und Angstgefühle auftreten oder es gar zu einem Kollaps kommt.

Lebensmittelallergie oder Lebensmittelunverträglichkeit?

Bei einer Lebensmittelunverträglichkeit kann ein Nahrungsbestandteil (z.B. Lactose, Fructose, Histamin) nicht vom Körper aufgenommen oder verdaut werden. Eine Unverträglichkeit macht sich unter anderem durch Völlegefühl, Blähungen, Magenschmerzen, Durchfall, aber auch durch Hautausschläge und Juckreiz bemerkbar.

Bei einer Lebensmittelallergie hingegen reagiert das Immunsystem meist direkt nach der Einnahme auf das Nahrungsmittel. Typische Auslöser einer Lebensmittelallergie sind: Fisch, Erdnüsse und andere Nussorten, Kuhmilch, Hühnereier, Soja und Weizen. Da bei einer Nahrungsmittelallergie heftige Reaktionen auftreten können – in seltenen Fällen sogar Schockreaktionen – ist es wichtig immer abzuklären, welche Spuren in Produkten enthalten sind.

Tipps für den Alltag:
  • Allergieauslösende Lebensmittel konsequent meiden
  • Manche Lebensmittel verlieren ihre allergische Wirkung, wenn sie gekocht werden, da die allergieauslösenden Eiweisse dabei zerstört werden
  • Bei heftigen allergischen Reaktionen sollte man immer ein Notfallset dabeihaben

Eine Tierhaarallergie ist eine Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Stoffe, die im Speichel, den Tränen oder den Fäkalien von Tieren enthalten sind. Folgende Symptome können dabei auftreten:

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  • Juckende, laufende oder verstopfte Nase
  • Ständiger Niesreiz
  • Gerötete, juckende, tränende und brennende Augen
Tierhaarallergie Ursache:

Bei einer Tierhaarallergie reagiert das Immunsystem auf die Stoffe die sich im Speichel, in den Haarschuppen, in der Tränenflüssigkeit oder im Kot von Tieren befinden. Zu den häufigsten Tierallergien zählen Allergien gegen Katze und Hunde.


Tipps für den Alltag:
  • Hände nach jedem Kontakt mit einem allergieauslösenden Tier gut waschen
  • Möglichst auf Teppiche verzichten, da Allergene sich darin gut verteilen und haften bleiben
  • Bei Haustieren kann regelmässiges Baden oder Abwischen mit einem feuchten Tuch die Allergenmenge in den Haaren verringern

Eine Insektengiftallergie ist eine Reaktion des Immunsystems auf das Gift oder den Speichel von Insekten (z.B. Bienen, Wespen, Hornissen oder Hummeln). Folgende Symptome können auftreten:

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  • Lokale Rötungen oder Schwellung rund um die Einstichstelle
  • Quaddeln
  • Nesselausschlag
  • Schwellungen im Gesichtsbereich
  • Juckreiz
  • Übelkeit 
  • Leichte Atemnot

In schweren Fällen können Symptome wie starke Übelkeit, Erbrechen und schwere Atemnot auftreten. Aber auch ein Kreislaufkollaps oder ein allergischer Schock können auftreten. Wenn dies der Fall sein sollte, sollten Sie umgehend eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Präventiv ist es wichtig, immer ein Notfallset dabei zu haben.
Mehr zum Thema allergischer Schock finden Sie unter «Was Sie sonst noch wissen müssen».


Insektengiftallergie Ursachen:

Bei einer Insektengiftallergie reagiert das Immunsystem auf das Gift oder den Speichel von Insekten, welches durch einen Insektenstich in den Körper gelangt. Typische Insekten können Bienen, Wespen, Hornissen oder Hummeln sein.

Tipps für den Alltag:
  • Keine Kleider in dunklen Farben tragen, Imker tragen oft weisse Kleidung
  • Nach dem Sport sofort duschen (Schweiss zieht Insekten an)
  • Keine Süssigkeiten, Süssgetränke, Fleisch oder Bier im Freien konsumieren

Eine Medikamentenallergie ist eine Reaktion auf eine Substanz in einem Arzneimittel, wie beispielsweise der Wirkstoff, ein Hilfsstoff oder Fremdeiweisse. Die Reaktion kann entweder innerhalb weniger Minuten oder Stunden nach der Einnahme des Medikaments auftreten oder erst nach einigen Tagen oder Wochen. Die Symptome unterscheiden sich dabei. Wichtig zu wissen: Nicht jede Reaktion auf ein Medikament ist eine Allergie, häufig handelt es sich um Überempfindlichkeitsreaktionen.

Bei einer sofortigen Reaktion:

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  • Grossflächiges Nesselfieber
  • Hautrötungen
  • Schwellungen der Schleimhäute
  • Atembeschwerden

Bei einer späteren Reaktion:

  • Blutunterlaufene Hautveränderungen
  • Bläschen und Blasen auf der Haut oder an den Schleimhäuten
  • Fieber
  • Abgeschlagenheit
  • Krankheitsgefühl
Medikamentenallergie Ursachen:

Bei einer Medikamentenallergie reagiert das Immunsystem auf einen Stoff der in einem Medikament enthalten ist. Dazu gehören zum Beispiel der Wirkstoff, Hilfsstoffe oder Fremdeiweisse. Zu den häufigsten Auslösern gehören Schmerzmittel oder Antibiotika. Um allergische Reaktionen zu vermeiden ist es wichtig nach einer Reaktion abzuklären, ob der Wirkstoff oder ein Hilfsstoff verantwortlich war oder ob es sich um eine Nebenwirkung handelt. Denn nur bei einem Sechstel der Reaktionen handelt es sich um Allergien. Am häufigsten treten Reaktionen nach der Einnahme von Antibiotika oder Schmerzmittel als Nebenwirkungen auf. Auch Pseudoallergien können durch Medikamente ausgelöst werden (mehr dazu unter «Was Sie noch wissen müssen»).

Tipps für den Alltag:
  • Ärztin oder Arzt genau über Einnahme aller Medikamente und die Symptome informieren
  • Nach der Einnahme von Medikamenten Nebenwirkungen wie aussergewöhnliche Hautausschläge beobachten und mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen
  • Bei schweren Reaktionen: Allergiepass immer bei sich tragen

Bei einer Schimmelpilzallergie reagiert das Immunsystem auf bestimmte Pilzsporen, die sich in der Luft befinden. Symptome einer Schimmelpilzallergie sind:Fliegenpilz_Digital_media_Lizenz_116824177.jpg

 

  • Ekzeme und Ausschläge auf der Haut
  • Juckende, laufende oder verstopfte Nase
  • Ständiger Niesreiz
  • Gerötete, juckende, tränende und brennende Augen
Schimmelpilzallergie Ursachen:

Schimmelpilzsporen gelangen durch offene Fenster und Türen ins Haus und können dort fast alle Materialien befallen. In Innenräumen entwickeln sich Schimmelpilze häufig dort, wo Materialien feucht sind sowie bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit. Deshalb findet man die Pilzsporen meistens an feuchten Wänden oder in Luftbefeuchtern, Matratzen und Mülleimern.

Tipps um Schimmelpilz zu vermeiden
  • Wohnung regelmässig lüften
  • Ursache für die erhöhte Luftfeuchtigkeit abklären und beheben
  • Mülleimer regelmässig leeren
  • Keine Pflanzen in der Wohnung

Was Sie sonst noch wissen müssen

Allergischer Schock / Anaphylaktischer Schock:

Ein allergischer Schock kann nach einem Kontakt mit Insektengiften, Medikamenten oder Nahrungsmitteln erfolgen. Die Reaktion kann innerhalb kurzer Zeit eintreten. Die Symptome können dabei lebensbedrohlich sein, weshalb ein rasches Handeln wichtig ist. Ausserdem muss bei einem allergischen Schock immer eine ärztliche Behandlung stattfinden!

Wie erkenne ich eine Schockreaktion

Wenn Sie nach dem Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff folgende starke Reaktionen feststellen: 

Stadium 1 Juckreiz, Ausschlag, gerötete Augen, Schwellung der Lider und Lippen
Stadium 2 Übelkeit, Schwindel, Heiserkeit, Herzklopfen, leichte Atemnot
Stadium 3 Erbrechen, Schwellung im Rachen, schwere Atemnot, Kollaps
Stadium 4 Atemstillstand, Herz-/Kreislauf-Stillstand

 

Nach der Diagnose werden individuelle, auf den Patienten zugeschnittene Notfallsets von einem Arzt zusammengestellt. In ein Notfallset gehören ein Antihistaminikum und Kortisontabletten. In besonders schweren Fällen werden auch Adrenalinspritzen verschrieben. Ebenso können auch Asthmasprays eingesetzt werden. Allergiker sollten die ihnen verschriebenen Produkte immer dabeihaben und das Umfeld über eine mögliche allergische Reaktion informieren.

Kreuzallergie:

Eine Kreuzallergie kann auftreten, wenn die Eiweisse zweier Stoffe ähnliche Strukturen aufweisen. Meistens handelt es sich um eine Nahrungsmittelallergie, die auf eine Pollen- oder Latexallergie zurückzuführen ist. Kreuzreaktionen treten vor allem bei Baumpollenallergikern auf. Das bekannteste Beispiel ist das Birkenpollen-Nusskern-Syndrom, bei dem ein Birkenpollenallergiker auf den Verzehr eines Apfels allergisch reagiert.

Basisallergie ___ oftmals Kreuzallergie mit
Birken-, Hasel- und Erlenpollen Mandel, Haselnuss, Walnuss, Apfel, Birne, Aprikose, Kirsche, Pfirsich, Kiwi, Karotte, Sellerie, Soja, Erdnuss
Beifusspollen Sellerie, Karotte, Fenchel, Sonnenblume, Gewürze wie z. B. Anis, Dill, Koriander, Kümmel, Paprika
Gräser- und Getreidepollen Mehl, Kleie, Tomate, Hülsenfrüchte
Hausstaubmilben Meeresfrüchte, Insekten als Nahrungsmittel
Latex Avocado, Banane, Feige, Kiwi, Kastanie, Papaya

 

Pseudoallergie:

Eine Pseudoallergie kann die gleichen Symptome wie eine Allergie haben, ist aber keine allergische Reaktion. Das liegt daran, dass im Gegensatz zu einer Allergie keine Antikörper gebildet werden, weshalb das Immunsystem hier auch keine Rolle spielt. Es ist vielmehr eine Unverträglichkeit auf Stoffe, die solche Reaktionen auslösen können.

Die Symptome können plötzlich auftretender Juckreiz, Urtikaria, Schwellungen oder Kollaps sein.

Da im Blut keine Antikörper nachweisbar sind, ist es schwierig, eine Diagnose oder die Ursache zu finden.

Gewusst? Mehr erfahren zum Thema Allergie

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